Bandagen

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Viele ambitionierte Sportler – ob Profi oder Freizeit-Sportler - tragen zur Stabilisierung ihrer Gelenke Bandagen. Manche greifen auf eine Bandage zurück wenn sie sich verletzt haben. Andere beugen Sportverletzungen mit einer Sportbandage vor. Fakt ist, eine Bandage hat viele positive Eigenschaften, die deinen Muskeln, Gelenken und Knochen zu Gute kommen:

  • Entlastung und Stabilisierung deines Gelenks,
  • Gelenkschutz z.B. bei Stürzen oder in Kontaktsportarten (Schutz vor Verstauchungen, Überdehnungen, Prellungen etc.),
  • Verbesserung deiner Körperwahrnehmung,
  • Schmerzlinderung z.B. bei überdehnten Bändern,
  • Förderung der Heilung von Entzündungen bzw. Schwellungen durch die durchblutungsfördernde Wirkung der Bandage (Kompressionswirkung).

Bandagen nach Körperregion



Bandagen sind Spezialisten

Natürlich gibt es für nahezu jedes Gelenk eine passende Bandage – ob für deine Schulter, oder deinen Knöchel oder speziell für dein Sprunggelenk. Es gibt aber vor allem auch Unterschiede in der Konstruktion. Während Boxbandagen für die Hände normalerweise aus Baumwolle bestehen und ein „einfacher“ Wickelverband sind, bestehen viele andere Bandagen z.B. aus Neopren (Polychloropren) oder anderen Spezialgeweben und sind speziell für das Gelenk geformt. Bei diesen Bandagen gibt es vor allem Unterschiede in der Kompressions-Stärke. Manche haben zusätzlich noch eingearbeitete Polster (sogenannte Pelotten), die nicht nur den Tragekomfort erhöhen, sondern vor allem eine Massage- und Kompressions-Funktion haben und die Durchblutung in deinem Gelenk fördern. Es gibt also viele unterschiedliche Bandagen, weil eine Bandage immer für einen speziellen Einsatz konstruiert wurde. Das macht die Bandage zum Spezialisten. Überlege also immer gut, wofür du deine Bandage brauchst (z.B. welche Verletzung) und wobei du sie einsetzen willst (je nach Intensität deines Sports, sollte die Stabilität der Bandage angepasst sein).



Hieran erkennst du eine qualitativ hochwertige Bandage

Eine gute Sportbandage sitzt fest, fühlt sich aber dennoch bequem an. Sie soll also bei Bewegung nicht rutschen, aber auch keine Druckstellen hinterlassen. Hierauf solltest du achten:

  • Ein faltenfreier Sitz der Bandage,
  • hoher Tragekomfort,
  • Atmungsaktivität,
  • die passende Größe für dich (hierbei helfen dir unsere Maßtabellen).

Bandage, Orthese, Prothese - Wo ist der Unterschied?

Jetzt gilt es noch Begrifflichkeiten zu klären. Denn nicht jeder ist mit Sportbandagen und Orthesen vertraut.

Unter einer Bandage versteht man entweder elastische Bänder, aus denen man eine Wickelbandage macht. Das kann also eine Boxbandage aus Baumwolle sein, ein Verband aus einem Kohäsiven Tape oder eine Tape-Verband aus einem Sporttape. Oder es handelt sich um ein Kompressionsgestrick, also ein Gewebe, das elastisch ist aber dabei fest und somit deinem Gelenk die verlangte Stabilität verleiht, dabei aber flexibel bleibt.

Von einer Orthese spricht man, wenn die „Gelenkstütze“ mechanische Elemente enthält. Das kann eine Plastik- oder Metallschiene sein, oder sogar ein richtiges Gelenk wie bei einer Knieorthese. Orthesen sind also stabiler als Bandagen und sollen dein Gelenk nicht nur stabilisieren, sondern auch führen oder sogar ruhigstellen. Bei hochwertigen Orthesen kannst du auch den Bewegungsradius einstellen und während des Heilungsprozesses verändern und anpassen.

Eine Prothese benötigen zum Glück die Wenigsten von uns, denn diese ersetzt ein Körperteil. Eine Fußprothese ist also keine Bandage, die deinen Knöchel stützt, sondern eine Fußprothese ersetzt deinen Fuß, wenn du diesen z.B. durch einen Unfall verloren hast. Im Bereich der Prothesen-Technik gibt es viele faszinierende Entwicklungen, die vielen Menschen auf der Welt helfen, aber wir wünschen dir, dass du niemals eine Prothese brauchen wirst!